"Es ist geradezu unfassbar, wie viel gequirlte Scheiße man den Menschen da draußen so erzählt."

Peffe der Veganizer Sandy P.Peng

"Leute, fresst Scheiße! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren." Es lohnt sich schon ab und an mal zu hinterfragen, ob das alles so richtig ist, was auf dieser Welt, in manchen Wirtschaftszweigen und in unserer Politik so abläuft. Meine Botschaft an jeden da draußen ist ganz einfach: Du hast die Macht in Deinem Portemonnaie. Wenn Du gewisse Groß-Konzerne mit Deiner Kohle nicht mehr unterstützt, dann würde sich auch tatsächlich etwas tun. 

 

Peffe ist Anfang 2013 aus ethischer Motivation heraus Veganer geworden. Nunmehr ist er auch von den gesundheitlichen Vorteilen dieser Ernährungsform mehr als überzeugt und bezeichnet sich selbst als Geheimwaffe der veganen Szene, weil für ihn sämtliche Facetten des Veganismus wie Tierrechte, Ethik, Moral, Gesundheit und Fitness sehr am Herzen liegen. Er schreckt auch vor unpopulären Mitteln nicht zurück und ist dabei schwankend im Niveau. Seine Waffen sind dabei leere Worthülsen und Platzpatronen. Seit März 2016 betreibt er den veganen Food-und Lifestyle-Blog "der-veganizer.de"

 

1. Welcher Mensch hat Dich besonders inspiriert oder beeindruckt?

Im Grunde geht das gerade erst so richtig los, dass mich Menschen wirklich prägen. Zunächst mal ist da in erster Linie meine Frau, weil sie mein Leben total umgekrempelt hat und ich durch sie immer wieder neue Dinge erlebe und ein völlig anderes Denkmuster an den Tag lege als früher. Ich war dieser klassische "Ja, aber"-Typ, der jede gute Idee oder jeden innovativen Gedanken erst mal kaputt gemacht hat, weil ich selbst nicht aus meiner Komfortzone raus wollte und einfach nur Angst vor dem Scheitern, Änderungen meiner Gewohnheiten oder irgendwelchen Konsequenzen hatte. Angst ist aber ein ganz schlechter Begleiter. Seitdem ich blogge sind das ganz viele Menschen, die mir dort tagtäglich begegnen. Wenn ich jetzt jeden versuchen würde aufzuzählen, dann würde das 

hier den Rahmen sprengen. 

Aber da ich hier schon mal sozusagen in Deinem virtuellen Wohnzimmer bin, kann ich Dir ruhig ein bisschen Agavendicksaft um Deine Schnute schmieren, weil Du mich natürlich auch sehr beeindruckst. Ich schätze Menschen wie Dich sehr, die sich für schwächere Lebenwesen einsetzen und ihnen eine Stimme geben, weil sie sich selbst nicht wehren können. Und ich mag es auch, wenn man merkt, dass Menschen wie Du ihre ganze Leidenschaft für etwas hergeben. Sei es bei Dir nun die Arbeit als Aktivistin, Tierrechtlerin, Tattoomodel oder als Shopbetreiberin. Wenn man von Dir etwas aus Deinem PENG-Shop nach Hause geliefert bekommt, dann spürt man, dass da auch ein Stück Herz von Dir mit in dem Päckchen steckt. 

 

2. Für wen hast Du als Kind geschwärmt?

Als kleiner Junge wollte ich die Schlagersängerin Lena Valeitis heiraten. Das ist aber aufgrund des Altersunterschieds nichts geworden, weil wir intellektuell auf völlig unterschiedlichen Ebenen unterwegs waren. Als ich dann als Teenager das Video "Nur geträumt" von Nena gesehen habe, war es wieder um mich geschehen. Die Liebe erkaltete aber ganz schnell wieder, als von ihr in der Bravo ein Poster drin war, auf dem sie stolz ihr Achselfell präsentiert hatte. Ich habe mich dann ziemlich schnell auf Madonna eingeschossen.

 

3. Was hat Dich dazu bewegt, Blogger zu werden?

Das waren ganz viele Menschen aus meinem Umfeld, die plötzlich komisch auf meine Veränderungen reagierten. Ich musste mich ständig dafür rechtfertigen, wieso ich nichts Tierisches mehr essen und konsumieren wollte. Um mich herum schossen plötzlich Gesundheitsexperten wie Pilze aus dem Boden, die sich vorher aber noch keine 5 Minuten insgesamt mit diesem Thema überhaupt beschäftigt hatten. Menschen erzählten mir, wie kompliziert und teuer es doch angeblich sei vegan zu kochen, ich bekam ein Foto einer langjährigen Freundin mit einem veganen Essen, das bei ihr im Klo landete, weil es ihr nicht schmeckte usw. Dann kam meine Frau auf die Idee, dass ich doch Blogger werden sollte. Natürlich habe ich mich auch anfangs wieder mit einem "Ja, aber..." gewehrt, aber dann gefiel mir dieser Gedanke immer besser, dass ich mich mit Leuten austauschen könnte, die sich für meine Lebensweise interessieren, und genauso kam es auch. 

 

4. Was kannst Du nur mit Humor ertragen?

Berichte in unseren Massenmedien über den Veganismus. Ich kann mich an keine einzige Sendung oder keinen Artikel erinnern, wo ich wenig bis nichts zu meckern hatte. Es ist geradezu unfassbar, wie viel gequirlte Scheiße man den Menschen da draußen so erzählt. Den deutschen Landwirtschafts- und Ernährungsminister, Christian Schmidt, kann man eigentlich auch nur ertragen, wenn man sich vorher mit grünem Tee bis zur Besinnungslosigeit betrunken hat. Die CDU aus Niedersachsen setzt sich jetzt dafür ein, dass nur noch Wurst aus Fleisch wirklich Wurst heißen darf. Unterstützt werden sie dabei vom niedersächsischen Landvolk und nun ist auch unser Minister voll mit dabei, weil es sich laut seiner Meinung um Verbrauchertäuschung handelt. Ich weiß nicht, ob die alle zu viel an den Auspuffrohren ihrer Trecker schnüffeln... 

Vor meiner veganen Zeit habe ich mich auch schon immer für einen großen Tierfreund gehalten. Aus diesem Grund habe ich mich vorrangig von Jägermett, Amerikanern und Holzfällersteaks ernährt. Ich dachte damals natürlich, dass ich dem Planeten und den Tieren damit einen Gefallen tun und bei jeder Mahlzeit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde. Erst vor 2, 3 Jahren habe ich erfahren, dass darin weder Jäger, noch Holzfäller und auch keine Amerikaner verarbeitet werden. Ich kann daher Herrn Schmidt schon ein bisschen verstehen, denn auch ich fühle mich jetzt total verarscht. 

 

5. Glaubst Du an Wunder?

Ja, klar. Ich erlebe jeden Tag welche. 

 

6. Was würdest Du Dir für die vegane Bewegung wünschen?

Mehr Zusammenhalt. Mir ist es im Grunde zunächst mal völlig egal, aus welchen Gründen sich jemand mit der veganen Lebensweise befasst. Ich würde mir natürlich immer wünschen, dass es aus ethischer Motivation heraus passiert. Aber auch jemand, der sich aus gesundheitlichen Gründen vegan ernährt, kann und wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in die ethische Richtung entwickeln. Für mich ist jeder Veganer wichtig. Ob er nun am Tierrechtsstand steht, so agiert wie Du, einen veganen Kochblog betreibt und den Menschen zeigt, wie toll dieses bunte und gesunde Essen ist, sich einfach nur vegan ernährt oder undercover die Missstände in den 

Ställen aufdeckt. Offen gesagt bewundere ich diese Leute am meisten, weil sie immer wieder unter Einsatz hoher Gefahren der Welt zeigen, dass die Kuh eben nicht lila angemalt auf der Wiese von Heidi & Peter steht und dort saftiges Gras und frische Wildkräuter frisst. Wenn ein Mensch sich zum Beispiel für meinen Blog interessiert und selbst noch Fleisch isst, dann ist das für mich schon ein Schritt in die richtige Richtung, weil aus diesem Menschen der Veganer von morgen werden könnte. Deshalb möchte ich diese Menschen an die Hand nehmen und auf den für mich richtigen Weg führen und nicht mit der Moralkeule virtuell vermöbeln.

 

7. Welche Musik hörst Du im Auto oder zu Hause?

Ich bin musikalisch ganz breit aufgestellt. Meine größte Liebe gilt nach wie vor der elektronischen Musik, ganz besonders "The Prodigy". Ich war 1995 auf meiner ersten Loveparade in Berlin dabei und seitdem hat mich das nie wieder losgelassen. Aktuell stehe ich mehr auf die Sleaford Mods, Savages oder Dillon. Mein alter Sportsfreund Stephan M. hat da meistens ein ziemlich glückliches Händchen in Sachen cooler Musik, die mir auch gefällt. Ich höre aber auch gerne mal was Melancholisches wie Anna Ternheim oder Sol Seppy. Und wenn ich mal ein bisschen einen auf Kulter mache, gebe ich auch wirklich gerne mal so etwas wie "Die 3 Tenöre". Da geht also im Grunde alles, nur bei der sogenannten Partymusik verstehe ich keinen Spaß. Wenn das rote Pferd umgekehrt um die Ecke hüpft oder darüber gestritten wird, ob der kleine Peter denn nun wirklich 20 Zentimeter in seiner Buxe hängen hat, dann flüchte ich umgehend in Richtung der nächstliegenden Landesgrenze. 

 

8. Welchen Film muss man Deiner Meinung nach zwingend gesehen haben?

Da empfehle ich zuerst "Earthlings". Wer nach diesem Film immer noch cool bleibt und so tut, als wäre hier auf dieser Welt alles in Ordnung, der gehört nicht zu meiner Art. 

Zur Unterhaltung auf jeden Fall "Zwei Glorreiche Halunken". Ein großartiger Italo-Western, mit grandioser Filmmusik und überragenden Schauspielern. Zudem erinnert mich dieser Film immer an meinen verstorbenen Vater, weil ich den als kleiner Steppke mal mit ihm zusammen gesehen habe. 

 

9. Was würdest Du gerne an dieser Welt ändern?

Diese Frage brauchst Du mir im Grunde nicht mehr zu stellen. Ich halte es für realistisch, dass ich bis Ende 2018 die Weltherrschaft übernommen habe. Dann werden sich hier einige Leute ganz schön warm anziehen können. Ich habe Dich übrigens fest vorgesehen für mein Team, das die Welt retten soll. Also nimm Dir bitte dann nicht mehr so viel vor. 

 

10. Wie lautet Dein Lieblings-Zitat? 

Da gibt es mittlerweile 2:

 

1. "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt" von Mahatma Gandhi. Um es mit den Worten unseres Ex-Kanzlers Helmut Kohl auszudrücken: 

"Am Ende ist entscheidend, was hinten rauskommt."

Man kann seinen Kneipen-Kumpel und Weggefährten noch so viele Sprüche um die Ohren hauen, wenn man selbst gerade leider keine Zeit hat und nur vom Sofa aus die Welt verändert, dann bringt die Welt das schicke und trendige Che-Guevara-Shirt, das man vielleicht gerne trägt, auch nicht nach wirklich nach vorn. 

 

2. "Leute, fresst Scheiße! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren." Es lohnt sich schon ab und an mal zu hinterfragen, ob das alles so richtig ist, was auf dieser Welt, in manchen Wirtschaftszweigen und in unserer Politik so abläuft. Meine Botschaft an jeden da draußen ist ganz einfach: Du hast die Macht in Deinem Portemonnaie. Wenn Du gewisse Groß-Konzerne mit Deiner Kohle nicht mehr unterstützt, dann würde sich auch tatsächlich etwas tun. 

 

Peffe zeigt Dir überwiegend einfache und schnelle vegane Rezepte zum größten Teil ohne Ersatzprodukte für den Alltag.


Peffe der Veganizer und seine Engel
Peffe der Veganizer

Peffe der Veganizer Banana

 

"Zahlreiche engagierte Aktivisten setzen sich für Tiere ein und geben ihnen eine Stimme. Sandy P.Peng gehört zu den bekanntesten unter ihnen. Die Österreicherin, die sehr erfolgreich als internationales Tattoo-Model arbeitet, engagiert sich für die Rechte der Tiere und widmet sich mit vielen Projekten und Ideen dem Tierschutz." - Ecowoman.de, 2016

 

"Sandy P.Peng - der Schrecken der Pelzindustrie!" - Blogger, Peffe der Veganizer, 2016

 

"Es sind drastische Aktionen, für die Sandy P. Peng, meist im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Haut hinhält. Viel Kunstblut darf fließen, wenn die Österreicherin für Tierrechte auf die Straße geht oder als Kampagnenmodell agiert." - Ethletic.com, 2016

 

"Sandy P.Peng - ein Tattoo Model, das unter die Haut geht." - falijo.com - Fashion | Lifestyle Journal, 2016

 

"Sandy P.Peng ist ein internationales Tattoo-Model und Tierrechtsaktivistin aus Bregenz. Die buntbemalte Blondine war bereits auf verschiedensten Titelseiten, Plakaten oder Fotostrecken aus aller Herren Länder zu sehen und ist in der Tattoo-Szene eine fixe Größe. Doch auch in ihrem Herzensbereich “Tierschutz” hat sie sich einen Namen gemacht." - Ländlemagazin, 2013

 

"Sie zierte bereits über 35o Zeitschriften und  war auf mehr als 30 Covers als Tattoo Model. Ihr Herz schlägt aber für das Recht der Tiere.

Im Kampf um das Leben vieler Tiere bereiste sie zahlreiche Länder.  (...) Einsätze in Rumänien und den Faröer Inseln (...)" - Ländle TV, 2015

 

"Sie ist ein gefragtes Modell in Tattoo-Magazinen, eine langjährige Tierschutzaktivistin und auch Unternehmerin. Und damit ist sie in jedem Fall eine ungewöhnliche Frau." - ElvCycling.de, 2016