Wer Wasser kontrolliert, der kontrolliert das Leben!

Bild: Bottled Life - Das Geschäft mit dem Wasser
Bild: Bottled Life - Das Geschäft mit dem Wasser

Wasser ist Grundlage und Ursprung allen Lebens und mittlerweile eine der knappsten Ressourcen der Erde. Bei uns fliesst es wie selbstverständlich auf dem Wasserhahn. Jedoch haben weltweit 750 Millionen Menschen keine Möglichkeit an sauberes Trinkwasser zu kommen.  Die Landwirtschaft zählt zu den größten Wasserverbrauchern weltweit. Im Durchschnitt gehen 70 Prozent des Verbrauchs auf ihr Konto. In den am wenigsten entwickelten Ländern liegt die Quote sogar bei 90 Prozent. (sz.de)

 

Wer Wasser kontrolliert, der kontrolliert das Leben. Das ist Nestlé, dem mächtigsten Lebensmittelkonzern der Welt, klar. Er hat entdeckt, wie man aus der natürlichsten Ressource der Erde, dem Trinkwasser, ein Milliardengeschäft machen und gleichzeitig die Menschheit in ein Abhängigkeitsverhältnis bringen kann. Aus einer Ladung gewonnenen Wassers, die den Konzern 10 Dollar kostet, werden satte 50.000 Dollar Gewinn. (Film: Bottled Life)

Auf der einen Seite also ein Riesenbedarf, auf der anderen Seite ein Mangel. Das haben verschiedene Großkonzerne mittlerweile für sich genutzt und wollen tatsächlich mit Wasser Geschäfte machen. Unvorstellbar, wenn man darüber nachdenkt, dass es sich um ein naturgegebenes Element handelt. Wer bitte hat das Recht dazu sich dieses unter den Nagel zu reißen um Geld damit zu verdienen? Ganz vorne mit dabei Nestlé, Coca Cola und Danone. Diese Giganten zapfen also Wasserquellen verschiedener Länder an und es gilt: „Je schlechter der Zustand der jeweiligen kommunalen Trinkwasserversorgung, je verschmutzter das Wasser, desto höher der Umsatz der Konzerne.“ (Information Manufaktur) Praktisch sieht das so aus: 

Die großen Firmen haben sich in verschieden Ländern wie Pakistan, Äthiopien usw. Wasserquellen gesichert. In diesen Ländern gibt es leider keine Gesetze über deren Verfügbarkeit, so dass der Zugang ganz einfach möglich ist. Das Wasser wird abgepumpt, in Plastikflaschen gefüllt und für teuer Geld dort verkauft. Die Armen können sich das gute Wasser nicht leisten, nur ein Teil der Bevölkerung, der einigermassen vermögend ist.

Wasser bedeutet Leben. Diese Wahrheit erscheint in diesem Zusammenhang vollkommen grotesk; leiden doch nach neuesten Studien mehr als 30 % der Weltbevölkerung unter den Folgen der Wasserknappheit! 

 

„Verunreinigtes Trinkwasser ist einer der Hauptgründe für den frühen Tod von Kindern.“ 

https://www.water-for-africa.org/de/gesundheit.html 

„Weltweit sterben jedes Jahr über 2,2 Millionen Menschen an Krankheiten, die durch die Wasserverschmutzung hervorgerufen werden (z.B. Cholera, Typhus, Polio……)“ 

http://www.humanium.org/de/grundsatzliches-wasser/ 

 

Und diese schon genannten Großkonzerne sorgen durch die Privatisierung der Wasserquellen fleißig dafür, dass die Situation für diese Menschen immer bedrohlicher wird. 

 

Nächstes Problem: TIERISCHE PRODUKTE VERBRAUCHEN AM MEISTEN WASSER

Wer ein Kilo Rindfleisch verspeist, verbraucht dadurch mehr als 75 Badewannen voller Wasser und enorm viel Fläche. Gemüseesser leben sparsamer. (www.zeit.de)

Tierische Produkte sind dabei deutlich ressourcenintensiver als die Erzeugung von pflanzlicher Nahrung wie Obst, Gemüse und Getreide: Laut der UNESCO sind im Schnitt 700 Liter Wasser nötig, um 1 kg Äpfel zu produzieren, 1 kg Eier verbrauchen 3.300 Liter Wasser, 1 kg Käse 5.000 Liter und 1 kg Rindfleisch erfordert sogar 15.500 Liter. Würde man jährlich auf 1 kg Rindfleisch verzichten, könnte eine Person rein rechnerisch mit dem eingesparten Wasser ein ganzes Jahr lang täglich für mehrere Minuten duschen. (Vebu.de). Weitere Angaben könnt ihr auf der Seite von  Water Footprint Network nachlesen.

 

Was kannst du tun? Was können wir tun, wenn wir nicht mitverantwortlich für diesen Irrsinn sein wollen? Mal ganz davon abgesehen, dass es auf jeden Fall Sinn macht kein Wasser zu verschwenden, dass tut ihr auch schon, wenn ihr kein Fleisch esst ... eigentlich ganz logisch. Kein Mineralwasser von diesen Firmen kaufen und am besten auch keine anderen Produkte!

 

 

PENG-Autorin: Stephie Benne, 2017

BOTTLED LIFE TRAILER

BOTTLED LIFE -  GANZE DOKU

Bild: Vebu.de Wasserverbrauch
Bild: Vebu.de Wasserverbrauch

DOKU Nestlé | Wir klauen das Wasser der 3.Welt

Die Wahrheit über Nestlé

 

Erklärung zum “WATER FOOTPRINT” 

 

Der “water footprint” (Wasserfußabdruck) setzt sich zusammen aus dem Gesamtvolumen an Süßwasser, das für ein Produkt insgesamt verbraucht und verschmutzt wird. Bei Nahrungsmitteln heißt das konkret: vom Bewässern des Ackerlandes über die Wassermenge, die ein Tier trinkt, bis hin zur Reinigung von Ställen, Tiertransportern und Schlachthäusern. (vebu.de)

 

Grafik: Apa, Quelle APA/UNO
Grafik: Apa, Quelle APA/UNO

Bloggerin  Stephie Benne:

 

Mein Name ist Stephie, ich bin 48 Jahre alt, Erzieherin und lebe mit meinem Mann und sehr vielen Tieren in einem Haus auf dem Land.

Ich habe ziemlich viele Interessen und Hobbys und schaffe es immer irgendwie alles miteinander zu koordinieren. Vegan lebe ich seit ungefähr drei Jahren, davor aber schon 22 Jahre vegetarisch. Auch sonst versuche ich möglichst wenig Schaden auf unserem Planeten anzurichten und wünsche mir, dass irgendwann ein Umdenken bei den Menschen stattfindet und die Tiere mit uns, unter uns unbehelligt leben können.

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