STOP FINNING – STOP THE TRADE

EU-BÜRGERINITIATIVE: STOP FINNING – STOP THE TRADE

www.stop-finning.eu
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Foto: Sea Shepherd | Stop Finning
Foto: Sea Shepherd | Stop Finning

Mindestens 73 Millionen Haie sterben jedes Jahr ausschließlich für ihre Flossen. Besonders in Asien (China, Hong Kong, Taiwan, Thailand) gelten die Flossen unter anderem als prestigeträchtige Zutat für die Haiflossensuppe. Diese vermeintliche Delikatesse kostet trotz weniger Gramm Flossen bis zu 90€ - ein leider hochprofitables Geschäft.

 

Erschreckenderweise und zumeist völlig unbekannt, ist die EU weltweit die Nummer eins beim Abfischen von Haien. Hauptakteure waren auch im Jahr 2019 Spanien, Portugal und Frankreich mit zusammen ca. 112.000t angelandeten Haien, dicht gefolgt von Indonesien und Indien, die mit knapp 111.000t bzw. 67.000t einen weiteren traurigen Rekord aufgestellt haben. Die offiziell registrierte “Ausbeute” an exportierten Flossen aus der EU waren 3500t. Alle Top 20 Fangflotten haben zusammen zwischen 2007 und 2017 jährlich im Durchschnitt 594,183t Haie gefangen.

 

Seit 2013 gilt in Europa die „Fins Naturally Attached“ Verordnung, welche besagt, dass die Haie nicht durch das sogenannte „Finning“ getötet werden und die Flossen erst an Land abgetrennt werden dürfen. “Finning“ bedeutet, dass den Haien nach dem Fang auf See sämtliche Flossen abgeschnitten werden und der restliche Tierkörper zurück ins Meer geworfen wird. Bei dieser Verstümmelung sind die Tiere meist bei vollem Bewusstsein und sinken nicht mehr schwimmfähig auf den Meeresboden herab. Dort verbluten und ersticken sie. Das Problem ist, dass nur ca. 5% der Schiffe kontrolliert werden.

 

In der EU ist also nur der Handel mit losen Flossen erlaubt. Diese Gesetzeslücke reicht allerdings aus, um auf dem Weltmarkt noch immer ein riesiges Volumen an Flossen zur Verfügung zu stellen. Von vielen dieser Flossen ist die Herkunft nur selten nachvollziehbar (z.B. Fang von geschützten Arten). In vielen Ländern außerhalb von Europa ist die Praxis des „Finnings“ sogar weiterhin erlaubt.  Ein Großteil dieser Flossen wird über den EU-Schengenraum nach Asien transportiert. 

 

In unseren Weltmeeren sterben jährlich bis zu 273 Millionen Haie. Die genauen Zahlen bleiben Spekulation, da es an verlässlichen Daten fehlt und die weltweite Dunkelziffer durch illegalen Fang extrem hoch ist. Durch diesen massiven Raubbau ist das Ökosystem Meer in Gefahr, welches durch Haie als Spitzenprädatoren im ökologischen Gleichgewicht gehalten wird.          

 

Seit 2012 besteht für EU-Bürger/innen die Möglichkeit, sich mit einer Europäischen Bürgerinitiative direkt an die Europäische Kommission zu wenden, um eine konkrete Gesetzesänderung vorzuschlagen. Aus diesem Grund wurde die Europäischen Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ ins Leben gerufen. Die Bürgerinitiative hat zum Ziel die “Fins Naturally Attached”-Verordnung in der Europäischen Union auch auf den Export, Import und Transit von Haien und Rochen auszuweiten, um so den Haifischflossenhandel in Europa zu unterbinden, da unwirtschaftlich.

 

Der Bürgerausschuss hat normal ein Jahr Zeit, um eine Million Unterschriften zu sammeln. Coronabedingt wurde nun eine Fristverlängerung bis Ende Juli 2021 gewährt. Wird die benötigte Anzahl an Unterschriften innerhalb des Zeitraums erreicht, so besteht für die Europäische Kommission eine Anhörungspflicht und der Bürgerausschuss kann seine Initiative bei einer öffentlichen Anhörung im Europäischen Parlament vorstellen.

In Österreich wurden bis jetzt lediglich ca. 2500 Stimmen gezählt. Um der Europäischen Bürgerinitiative eine Chance auf erfolgreichen Abschluss zu geben, werden weiterhin europaweit zahlreiche Unterstützungserklärungen notwendig sein.

 

Mit einem Aufwand von weniger als drei Minuten könnt ihr einen enorm wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Ökosysteme beitragen. Unterstützt  die Initiative jetzt unter:

 

 www.stop-finning.eu 

 

#stopfinningEU  

 

 DANKE 🦈

 

Foto: Sea Shepherd | Stop Finning
Foto: Sea Shepherd | Stop Finning
Foto: Herbert Futterknecht | Stop Finning
Foto: Herbert Futterknecht | Stop Finning


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