Tierquälerei in Hühnermast, Prozess beim Strafgericht Graz

Update: Im Fall der Hühnermäster, die sich am Donnerstag vor dem Landesgericht für Strafsachen in Graz wegen Tierquälerei verantworten mussten, ist bisher kein Urteil gefallen. Die Verhandlung wurde vertagt.

 

Ein Sachverständiger, der selbst Amtstierarzt ist, bestätigte vor Gericht die rohe Misshandlung der Hühner durch die Angeklagten. Detailliert wurde geschildert, welche Qualen die Masthühner, die überfahren wurden und überlebten, minutenlang ertragen mussten. Dass die Tiere noch lebten, wäre anhand des Flügelschlagens und der Körperspannung zu erkennen gewesen.

 

Die Verteidigung der Angeklagten sprach von einem „Showprozess“. David Richter VGT Austria: „Die immensen Leiden der zerquetschten und schwerverletzten Hühner müssen als Tierquälerei vor Gericht verhandelt werden. Es ist eine absolute Ausnahme, dass solche tierquälerischen Szenen filmisch festgehalten wurden - wenn schon die vielen anderen ungesehenen Qualen in der Geflügelhaltung ohne Konsequenz bleiben, muss zumindest dieser Fall Konsequenzen haben. Das System der Billig-Fleisch-Produktion hinter dem Rücken der Gesellschaft und auf dem Rücken der Tiere muss beendet werden.“

 

Wir werden den Prozess weiterhin verfolgen und über das Urteil berichten.

Die Aufnahmen aus dem beanstandeten Betrieb zeigen deutlich, wie mehrere Hühner von dem Fahrzeug einfach überrollt werden. Einige sterben sofort, andere bleiben zurück und erliegen erst später ihren schweren Verletzungen.